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Eine der größten Herausforderungen für einen Reptilienhalter ist es seinen Tieren optimale Bedingungen für ihre Fortpflanzung zu ermöglichen. Glücklicherweise sind die meisten Taggeckos in Gefangenschaft einfach zur Vermehrung zu bringen und wenn man erstmal ein harmonisierendes Paar hat läßt der Nachwuchs auch nicht lange auf sich warten. Im folgenden Kapitel möchte ich einige wichtige Aspekte für die Vergesellschaftung der Zuchttiere und die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere aufzeigen.
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Grundvoraussetzung für die Zucht von Taggeckos ist das Vorhandensein von mindestens einem Zuchtpaar. Um sich absolut sicher zu sein ob man auch zwei unterschiedliche Geschlechter der selben Art hält, sollte man sich gerade als Anfänger Hilfe und Rat bei einem erfahrenen Phelsumenpflegers holen.
Zur Differenzierung des Geschlechts gibt es diverse Merkmale die ich hier kurz anführen möchte. An erster Stelle sind hierbei die oftmals klaren Färbungs- und Zeichnungsunterschiede (Geschlechtsdimorphismus) und der etwas kräftigere Körperbau der männlichen Taggeckos zu nennen.

Foto by Achim |

Foto by Achim |
| Phelsuma grandis Weibchen |
Phelsuma grandis Männchen |
Als weiteres Merkmal ist die bei männlichen Phelsumen, wenn auch nicht immer sichtbar, etwas verdickte Schwanzwurzel, welche die beiden Hemipenes verbirgt, zu nennen. Die sogenannten Schenkelporen (Präanal- und Femoralporen) sind ein weiteres Merkmal der Phelsumenmänner. |
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Hat man nun ein geeignetes Zuchtpaar zusammen stellen können, so wird es in aller Regel nach einer gewissen Gewöhnungsphase zu ersten Balz- und Paarungsverhalten kommen. Das Mänchen beginnt nun das Weibchen zu umwerben. Durch Bezüngeln und die dadurch vermutliche Aufnahme von sexuellen Pheromonen versucht das Männchen die Paarungswilligkeit des Weibchens festzustellen. Nachdem das Männchen sich in seinem besten Farbkleid dem Weibchen präsentiert hat nähert es sich nun unter ruckartigen Bewegungen dem Weibchen und wackelt dabei mit dem Schwanz. Versucht das Weibchen nicht sich dem Männchen durch Flucht zu entziehen dann reitet das Mänchen von hinten auf und verbeißt sich mit dem sogenannten "Paarungsbiss" im Nacken des Weibchens. Nun führt es einen seiner Hemipenes unter die Kloake des Weibchens und es kommt zur Kopulation. Sie kann von einigen Minuten bis zu einer halben Stunde lang dauern. |
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Trächtigkeit und Eiablage |
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Die Trächtigkeit der Weibchen dauert je nach Art zwischen 40-45 bis zu 65-70 Tagen. Während dieser Zeit sollten die Weibchen jederzeit die Möglichkeit haben zusätzliches Kalzium und Mineralstoffe aufnehmen zu können. Auch wenn die Männchen während der Balzzeit oftmals sehr rabiat gegenüber den Weibchen werden können, so werden trächtige Weibchen in der Regel in Ruhe gelassen und es wird ihnen nicht nachgestellt.
Nach der Trächtigkeitsphase kommt es zur Eiablage. Phelsumen legen in der Regel zwei Eier ab, selten auch mal ein Einzelei. Innerhalb der Gattung Phelsuma wird zwischen Eiklebern und Eilegern unterschieden. Während die Eileger ihre Eier einfach an geeigneten Stellen ablegen werden die Doppelgelege der sogenannten Eikleber von den Weibchen solange an die ausgewählte Stelle gedrückt die Eischalen ausgehärtet sind und am Untergrund fest anhaften.
In jedem Fall ist darauf zu achten, daß den Weibchen ausreichend geeignete Eiablageplätze zur Verfügung stehen und sie ungestört ihre Eier ablegen können. Offene Bambus- oder Korkröhren kommen als potenzielle Eiablageplätze ein Frage und werden von den Tieren gerne angenommen. |
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Nach erfolgter Eiablage sollte das Gelege zum Schutz vor Beschädigungen und zur besseren Brutkontrolle schnellstmöglich in einen geeigneten Brutbehälter (Inkubator) überführt werden. Im Inkubator hat der Pfleger wesentlich bessere Möglichkeiten die Inkubationsparameter zu kontrollieren und ggf. rechtzeitig eingreifen zu können als wenn das Gelege im Terrarium belassen wird. Bei den Eiklebern ist dies leider oftmals nicht möglich ohne das Gelege zu beschädigen und man sollte die Eier dann dort belassen wo sie angeklebt wurden. Hier kann man dann stattdessen zum Schutz des Geleges ggf. einen kleinen Drahtkorb o.ä. über dem Gelege anbringen.
Bei der Inkubation von Phelsumeneiern kommt es in erster Linie auf die Einhaltung der Inkubationsparameter an. Je nach Art und Verbreitungsgebiet können diese sehr voneinander abweichen und sollten daher möglichst genau nachgestellt werden. Als wichtigster Parameter bei der Inkubation ist die Temperatur zu nennen. Sie sollte je nach Art gewählt werden aber dabei möglichst nicht wesentlich über 30-32 °C ansteigen bzw. nicht unter 20-22 °C abfallen. Kurzzeitige Über- bzw. Unterschreitungen werden oft problemlos überstanden und oftmals sind Schlüplinge aus Gelegen mit im Tagesverlauf schwankenden Temperaturverläufen robuster als Schlüplinge die bei konstanten Temperaturen gezeitigt wurden.
Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Luftfeuchtigkeit im Inkubator welche sich im Bereich von 60 - 80% befinden sollte. Um diese Luftfeuchtigkeitswerte zu erreichen sollten die Gelege auf einem feuchtigkeitsspeicherndem Substrat gezeitigt werden. Hierbei haben sich Vermiculit und diverse Sandmischungen als besonders geeignet erwiesen. Die Eier selbst sollten aber nie mit Wasser in Berührung kommen um einem möglichem Schimmelbefall vorzubeugen. Man kann sie hierzu auf mit geeigneten Vertiefungen versehenem Schaumstoff fixieren und so einfach oberhalb des Substrates z.B. Vermiculit einbringen.
Die Inkubationsdauer ist sehr temperatur- und artabhängig und kann selbst innerartlich stark schwanken. Als Richtwerte können 55 - 75 Tage angenommen werden. Für den Schlupfvorgang benötigen die Jungtiere zwischen 20-60 Minuten und sollten während dieser Phase und bis zur vollständigen Resorbtion (Zurückziehen) des Dottersackes in die Leibeshöhle möglichst nicht gestört werden. Die zwei Jungtiere eines Geleges schlüpfen im Regelfall innerhalb von 24 Stunden. |
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Die Schlüpflinge werden möglichst bald nach dem Schlupf in extra bereitgestellte Aufzuchtterrarien überführt. Da viele Phelsumenarten unverträglich bezüglich einer gemeinsamen Aufzucht sind empfiehlt sich die Einzelaufzucht. Die Aufzuchtterrarien sollten kleine Abbilder der Elternterrarien sein, können aber eher einfacher ausgestatte sein. Zur einfacheren Pflege reicht beispielsweise ein Bodengrund aus Küchenkrepp und einige kleinere Bambusstangen als Klettermöglichkeiten. Eine kleine Pflanze zur Anhebung der Luftfeuchtigkeit rundet das Mini-Ensemble ab. Kann die Terrarienausstattung eher spartanisch sein sollte bei der Jungtier-Versorgung nicht gespart werden. Jungtiere sollten förmlich im Futter stehen und täglich mit Mineralstoffpräparaten behandeltes Futter angeboten bekommen um möglichen Mangelerkrankungen im Wachstum vorzubeugen. Auch auf die Beleuchtug der Aufzuchtbehälter sollte besonderes Augenmerk gelegt werden. Tiere die während ihrer Entwicklung nicht optimale Lichtverhältnisse hatten erreichen oft nicht die Farbenpracht der Elterntiere und wirken im Allgemeinen weniger agil. Ideal wäre hier der wenn auch nur zeitweise Aufenthalt in einem Freilandterrarium mit direktem Sonnenlichteinfall. |
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Nachzuchten aus 2009 abzugeben. |
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Auch wenn es in der Seele weh tut, aber manchmal kann es vorkommen daß man sich von einigen Tieren trennen muss. Dies kann unterschiedlichste Gründe haben. Die Unverträglichkeit zwischen Einzeltieren oder aber wenn nicht genug Terrarienplatz zur Verfügung steht um allen Tieren optimale Haltungsbedingungen bieten zu können sind nur einige Beispiele.
Auch ich habe noch Phelsuma quadriocellata quadriocellata Nachzuchten von 10/2009 abzugeben. Es handelt sich um zwei Weibchen aus demselben Gelege und sind sehr zutraulich quietschfidel und gesund. Falls Interesse besteht könnt ihr mich unter meiner Email-Adresse
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erreichen. |
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